Kreative Ausdrucksverfahren in der CBPT
Im CBPT-Setting werden kreative und künstlerische Aktivitäten mit kognitiv-verhaltenstherapeutischen Techniken kombiniert, damit Kinder Emotionen ausdrücken, erkunden und regulieren können, die Worte allein nicht erreichen.
Dem eine Form geben, was keine Worte hat
Kinder verfügen über begrenzte kognitive und sprachliche Fähigkeiten, die sie daran hindern können, Gefühle abstrakter und komplexer Natur zu verstehen und mitzuteilen. Kreative Ausdrucksverfahren geben dem Kind das Vertrauen und die Freiheit, die es braucht, um sich auszudrücken: Wenn es spielt, zeichnet und gestaltet, fühlt es sich wohl, und die therapeutische Beziehung entsteht leichter.
Eines der zentralen Ziele des Klinikers ist es, dem Kind zu helfen, Emotionen zu erkennen, zu benennen und zu verstehen — ihm Werkzeuge zu geben, um mit seinem emotionalen Erleben in Kontakt zu kommen und es besser zu beherrschen. Mit den eigenen Händen zu gestalten ist weniger bedrohlich, als direkt über belastende Gedanken oder Ereignisse zu sprechen, und lässt das Kind seine Abwehr lockern, während es sich auf die Therapie einlässt. Dieser Einsatz kreativer Ausdrucksverfahren in der CBPT baut auf der breiteren Tradition der Cognitive Behavioral Play Therapy.
Materialien — Collage, Malen, Plastizieren, Ton, Schreiben, Buchgestaltung — machen das innere Erleben des Kindes sichtbar und greifbar.

Wo Kunst auf kognitiv-verhaltenstherapeutische Technik trifft
In der CBPT werden kognitiv-verhaltenstherapeutische Techniken mit kreativen Ausdrucksverfahren verbunden, um den Kontakt mit emotionalen und sensorischen Zuständen, ihre Annahme und ihre Regulation zu erleichtern und so Selbstgefühl und Selbstwirksamkeit zu stärken. Die künstlerischen Verfahren fördern den Selbstausdruck, entwickeln Bewältigungsfertigkeiten und Kontrolle, stärken Selbstwertgefühl und Selbstwahrnehmung und lindern Leiden.
- Strukturierte Materialien (Stifte, Marker) unterstützen die verbalen Aufgaben der KVT und helfen, Gedanken darzustellen
- Weniger strukturierte Materialien (Ton, Aquarellfarben) unterstützen körperliche Aufgaben wie tiefes Atmen und Entspannung
- Zeichnen erleichtert dem Kind den sprachlichen Bericht über emotional belastete Ereignisse (Malchiodi, 2003)
Von der Kognition zum Bild und zurück
Wenn Bilder ein wesentliches Element der Kognition sind, geben Zeichnen und andere visuelle Mittel inneren kognitiven Gedanken eine sichtbare Form (Rosal, 2001). Kunst erleichtert den Erwerb neuer Ideen: Ein Bild zu einer Lebenssituation zu gestalten eröffnet eine Gelegenheit zum Problemlösen — das Kind findet seine kognitiven Landkarten wieder und verbindet äußere und innere Welt, sodass Verhaltensänderung erleichtert wird.
Der Prozess des künstlerischen Gestaltens ist sensomotorisch — ein verkörpertes Ausdrucksfenster, wenn Worte fehlen (Hinz, 2006). Er bietet eine Ausdruckssprache, wo sich abstraktes Denken noch entwickelt, und bringt ein Werk hervor, das später gemeinsam mit dem Therapeuten verarbeitet und reflektiert werden kann.
Es geht nicht darum, gut zu zeichnen oder ein „schönes“ Werk zu schaffen — es ist ein Prozess der Selbstentdeckung durch jede Form von Kunst, die aus einem emotionalen Erleben entsteht.
Kreative Ausdrucksverfahren in der Praxis anwenden lernen
Ein eigener Kurs vermittelt, wie man kreative und expressive Aktivitäten im CBPT-Setting organisiert, die passenden Materialien wählt und sie entlang des therapeutischen Wegs mit kognitiv-verhaltenstherapeutischer Technik verbindet.
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