Handpuppen in der CBPT
Für Kliniker: Wie Handpuppen in der Cognitive Behavioral Play Therapy zum Instrument für Diagnostik und Veränderung werden — damit kleine Kinder ausdrücken können, was Worte allein nicht vermögen.
Ein Instrument des freien Ausdrucks
Den therapeutischen Einsatz von Handpuppen bei Kindern führte Woltmann in den 1940er-Jahren ein: Leicht zu handhaben und zu führen, lassen Handpuppen das Kind spontan sein und laden auf natürliche Weise zum Selbstausdruck ein. Das Kind identifiziert sich mit den Figuren und projiziert Gefühle und Beziehungskonflikte ins Spiel — es teilt Belastendes mit, ohne schmerzliche Erfahrungen direkt als die eigenen benennen zu müssen.
Der Therapeut wiederum nutzt Handpuppen, um zu modellieren, zu erklären und korrigierende emotionale Erfahrungen als Antwort auf das Spiel des Kindes anzubieten — so kann das Kind schwierige Ereignisse nachspielen, neue, adaptivere Verhaltensweisen erproben und Hemmungen überwinden.


Von der Diagnostik zur therapeutischen Veränderung
Innerhalb der Cognitive Behavioral Play Therapywirken Handpuppen sowohl als psychologische Diagnostiktechnik wie als Interventionstechnik — entwicklungsgerecht und gut dokumentiert. Da kleine Kinder den rationalen Abfolgen, die die kognitive Therapie voraussetzt, noch nicht folgen können, überträgt die Methode diese Techniken ins Spiel.
- Der Puppet Sentence Completion Task (Knell)
- Puppeninterviews, um Kind und Familie zu verstehen
- Modelllernen kognitiver Strategien, Rollenspiel und korrigierende Erfahrungen
Das Spiel mit Handpuppen schafft eine Atmosphäre freien Ausdrucks, in der das Kind ganz aufgeht.
Fortbildung im Einsatz von Handpuppen
Ein eigener Kurs vermittelt die Handpuppen-Techniken der CBPT vertieft — mit praktischer, anwendbarer Methode für Ihre klinische Arbeit mit Kindern.
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