Wut bei Kindern: ein CBPT-Leitfaden zu Beurteilung & Emotionsregulation
Ein Leitfaden für Fachpersonen zum Verständnis intensiver, häufiger oder explosiver Wut im Kindesalter und zum Aufbau der Selbstregulation durch die kognitive Verhaltensspieltherapie — unter der wissenschaftlichen Leitung von Maria A. Geraci und Susan M. Knell.
Zur Ausbildung im CBPT-Ansatz bei kindlicher Wut & EmotionsdysregulationWissenschaftliche Leitung: Maria A. Geraci und Susan M. Knell
Klinischer Behandlungspfad in fünf Phasen
Für Kinderpsychotherapeutinnen und -therapeuten
Wut ist ein Bote, nicht der Feind. Im Spiel kann ein Kind endlich hören, was sie sagen will — und lernen, was als Nächstes zu tun ist.
— CBPT Research Center
Wenn große Gefühle überlaufen
Manche Kinder empfinden Wut schneller, stärker und länger als Gleichaltrige — nicht als Trotz, sondern als Überforderung.
Ausbrüche, Zusammenbrüche und Aggression können das Kind ebenso erschrecken wie sein Umfeld, und die Folgen — Schuldgefühle, Beziehungsbrüche, weitere Zurechtweisung — nähren den nächsten Sturm. Wut ist meist die sichtbare Spitze schwerer benennbarer Gefühle: Angst, Scham, Hilflosigkeit, unerfüllte Bedürfnisse.
“Es kommt so schnell, dass ich es nicht stoppen kann — und danach fühle ich mich furchtbar.”
Wut & Dysregulation bei Kindern verstehen
Ein klinischer Überblick: wie sich intensive Wut und Emotionsdysregulation bei Kindern zeigen, wie sie sich von typischer Frustration unterscheiden und wie die CBPT die zugrunde liegenden Faktoren konzeptualisiert.
Wut ist eine normale, adaptive Emotion — für sich genommen keine DSM-5-TR-Störung
Häufige, schwere oder beeinträchtigende Ausbrüche jenseits der Entwicklungserwartung
Disruptive Affektregulationsstörung (DMDD), Störung mit oppositionellem Trotzverhalten (ODD), ADHS, Angst, Depression (Reizbarkeit), Trauma
DMDD-Beginn vor dem 10. Lebensjahr; ODD typischerweise in der frühen Kindheit
Das zugrunde liegende Bild klären, bevor eine Behandlung geplant wird
Eskalationskreisläufe, Beziehungsbrüche und funktionelle Beeinträchtigung
Ist “Wut” eine Diagnose?
Wut selbst ist eine normale, adaptive Emotion — keine DSM-5-TR-Störung. Anhaltende, schwere oder beeinträchtigende Wut kann innerhalb mehrerer anerkannter Störungsbilder auftreten.
Wut ist eine universelle menschliche Emotion mit adaptivem Wert; bei Kindern ist sie in bestimmten Entwicklungsphasen zu erwarten. Klinische Bedeutung erlangt sie, wenn Wut anhaltend und schwer ist, die Entwicklungserwartung übersteigt und eine bedeutsame Beeinträchtigung verursacht. An diesem Punkt versteht man Wut am besten als ein transdiagnostisches Merkmal und nicht als eigenständige Diagnose. Zu den Störungsbildern, bei denen intensive Wut oder Reizbarkeit im Vordergrund steht, gehören die disruptive Affektregulationsstörung (DMDD) — gekennzeichnet durch chronische Reizbarkeit und häufige schwere Wutausbrüche mit Beginn vor dem 10. Lebensjahr —, die Störung mit oppositionellem Trotzverhalten, Angststörungen, ADHS sowie trauma- und belastungsbezogene Erscheinungsbilder. Eine sorgfältige Beurteilung des zugrunde liegenden Bildes ist daher unerlässlich, bevor ein Behandlungsplan erstellt wird.
Wie sich dysregulierte Wut zeigt
Eine klinisch bedeutsame Wutdysregulation zeigt sich typischerweise als erkennbare Konstellation verhaltensbezogener und emotionaler Merkmale.
Zu den häufigsten Erscheinungsformen gehören:
- Häufige oder intensive Wutausbrüche, die in keinem Verhältnis zum Auslöser stehen
- Verbale und/oder körperliche Aggression
- Schwierigkeiten, sich nach einer Erregung wieder zu beruhigen
- Anhaltende Reizbarkeit zwischen den Ausbrüchen
- Auswirkungen auf Beziehungen, schulisches Funktionieren und Familienleben
Wut im Vergleich zu entwicklungstypischer Frustration
Klinisch bedeutsame Wut ist von der Frustration und den Wutanfällen abzugrenzen, die zur normalen kindlichen Entwicklung gehören.
Wutanfälle und Frustration sind in bestimmten Altersstufen zu erwarten — Kleinkinder und junge Kinder testen regelmäßig Grenzen aus und ringen mit Enttäuschung. Klinische Bedeutung entsteht, wenn Ausbrüche häufig und schwer sind, die Entwicklungserwartung übersteigen und über verschiedene Kontexte hinweg beeinträchtigen. Die Abgrenzung stützt sich auf Schweregrad, Anhaltendauer, Kontext und funktionelle Auswirkung: entwicklungstypische Frustration ist zeitlich begrenzt, altersangemessen und stört das schulische, soziale oder familiäre Funktionieren nicht wesentlich, während klinisch bedeutsame Dysregulation fortbesteht, eskaliert und mehrere Lebensbereiche des Kindes beeinträchtigt.
Differenzialdiagnose
Intensive Wut bei Kindern kann innerhalb mehrerer unterschiedlicher Störungsbilder auftreten, jedes mit anderen Auswirkungen auf die Behandlung.
- Disruptive Affektregulationsstörung (DMDD): chronische Reizbarkeit mit häufigen schweren Ausbrüchen, Beginn vor dem 10. Lebensjahr; muss von der Störung mit oppositionellem Trotzverhalten und der bipolaren Störung abgegrenzt werden (DSM-5-TR).
- Störung mit oppositionellem Trotzverhalten: Muster aus ärgerlich-gereizter Stimmung, streitsüchtig-trotzigem Verhalten und Rachsucht; Wut steht im Vordergrund, doch für die Diagnose ist das vollständige ODD-Bild erforderlich.
- ADHS: emotionale Dysregulation und geringe Frustrationstoleranz treten häufig gemeinsam mit aufmerksamkeitsbezogenen und impulsiven Merkmalen auf.
- Angst und Depression: Reizbarkeit ist bei Kindern eine häufige Erscheinungsform beider und kann sich eher in Wutausbrüchen als in offener Traurigkeit oder Besorgnis zeigen.
- Autismus-Spektrum und traumabezogene Störungen: beide können Wut und Dysregulation hervorrufen, die eine sorgfältige Einordnung in das Gesamtbild erfordern.
Häufige Komorbiditäten
Intensive Wut bei Kindern tritt häufig gemeinsam mit ADHS, Angststörungen, Lernschwierigkeiten und affektiven Problemen auf. Da Komorbiditäten sowohl die Fallkonzeption als auch den Behandlungsplan prägen, sollte die Beurteilung breit auf begleitende Störungen hin untersuchen.
Ursachen & aufrechterhaltende Faktoren (CBPT-Konzeptualisierung)
Emotionsdysregulation bei Kindern entsteht aus Kompetenzlücken, “heißen” Kognitionen und Umweltkreisläufen — allesamt Ansatzpunkte der CBPT-Intervention.
In der CBPT-Konzeptualisierung wird intensive und häufige Wut über das Zusammenspiel mehrerer Faktoren verstanden. Kompetenzlücken: Defizite im Erkennen, Benennen und Regulieren von Emotionen führen dazu, dass dem Kind die inneren Werkzeuge fehlen, um seine Erregung zu modulieren, bevor sie ihren Höhepunkt erreicht. Heiße Kognitionen und Bewertungen: rasche, negativ verzerrte Deutungen mehrdeutiger Situationen befeuern die Eskalation. Physiologische Erregung: eine hohe Grunderregung oder rasch ansteigende Erregung verengt das Toleranzfenster. Umweltkreisläufe: inkonsistente Reaktionen der Bezugspersonen, zwanghafte Interaktionsmuster und die ungewollte Verstärkung explosiven Verhaltens erhalten den Kreislauf aufrecht und verstärken ihn.
Die CBPT setzt an jedem dieser Punkte an: Sie bringt dem Kind bei, Wut über strukturierte Spieltechniken wahrzunehmen, zu benennen und zu modulieren, und leitet Bezugspersonen an, gemeinsam zu regulieren und beständig zu reagieren — und durchbricht so den Eskalationskreislauf, statt ihn ungewollt aufrechtzuerhalten.
Das CBPT-Behandlungsprotokoll
Ein strukturierter, kurzer und zielorientierter Weg, um Emotionsregulation über das Spiel zu vermitteln: von gemeinsam vereinbarten Therapiezielen über die fünfphasige Arbeit des Kindes mit dem Wutthermometer und Beruhigungsstrategien bis hin zum parallelen Elterntraining und den Veränderungen, die Fachpersonen erwarten können.
Therapieziele
Die CBPT eignet sich gut für die Arbeit an der Emotionsregulation, weil sie Fähigkeiten in einem entwicklungsangemessen abgestimmten, spielbasierten Kontext vermittelt.
In der CBPT wird die Zielsetzung gemeinsam mit dem Kind und der Familie festgelegt. Ziel ist es, Fähigkeiten zu vermitteln, die dem Kind helfen, Ereignisse zu verstehen, zu durchdenken, zu deuten und wirksam auf sie zu reagieren — und so den negativen Denk- und Verhaltensmustern zu entkommen, die die Dysregulation antreiben. Im Kontext kindlicher Wut und Emotionsdysregulation verfolgt das Protokoll in der Regel:
- die Entwicklung von Fähigkeiten zum Erkennen und Regulieren von Emotionen;
- die direkte Vermittlung von Techniken zur Erregungssteuerung und Selbstregulation;
- die Entwicklung von Problemlösefähigkeiten für häufige Auslösesituationen;
- Psychoedukation für Eltern und Kind über den Wutkreislauf.
Entscheidend ist, dass Eltern und Kind von der Erkenntnis ausgehen, dass das Kind nicht für die zugrunde liegenden Schwierigkeiten verantwortlich ist, dass dysregulierte Wut von der Person des Kindes zu trennen ist und dass alle Beteiligten — Eltern, Lehrkräfte und Therapeutinnen und Therapeuten — gemeinsam die Verantwortung dafür tragen, die aktuellen Schwierigkeiten anzugehen.
Die Arbeit mit dem Kind — Phase für Phase

Die Intervention ist in fünf aufeinanderfolgende Phasen gegliedert, von der Orientierung bis zur Nachsorge.
Orientierungsphase
Die Anfangsphase der CBPT legt großen Wert auf die Vorbereitung von Kind und Eltern. In einem ersten Gespräch zwischen Therapeut bzw. Therapeutin und Eltern — ohne das Kind — werden Vorgeschichte und Hintergrund des Kindes ausführlich durchgegangen, und die Eltern können ihre Sicht auf das Problem schildern. Im Kontext von Wut und Dysregulation normalisiert die Fachperson Wut als ein Signal und beginnt, über das Spiel ein gemeinsames Emotionsvokabular aufzubauen, um Sicherheit zu schaffen, bevor die tiefere Arbeit beginnt.
Beurteilungsphase
Diese Phase sammelt die Informationen, die nötig sind, um gemeinsame, zielorientierte Therapieziele festzulegen. Neben Gesprächen mit den Eltern ist die strukturierte Beobachtung des kindlichen Spiels ein zentrales Element. Zu den Instrumenten gehören Fragebögen für die Eltern, die Beurteilung des kindlichen Spiels und eine Satzergänzungsaufgabe mit Puppen. In der Arbeit mit Wut erkennt die Fachperson Auslöser, Frühwarnzeichen von Wut und die Funktion der Ausbrücheund legt eine Ausgangshäufigkeit und -intensität fest, die es erlaubt, Veränderungen über die gesamte Behandlung hinweg objektiv zu bewerten.
Phase der Fallkonzeption
Die CBPT wertet die während der Beurteilung gesammelten Daten aus, um eine wirksame Behandlung zu planen und eine logische Struktur für das Entwickeln und Erreichen der Ziele zu schaffen. Bei Wut und Dysregulation kartiert die Fachperson die Kette Auslöser → Bewertung → Erregung → Verhalten für dieses konkrete Kindund untersucht Emotionen, Gedanken, körperliche Empfindungen, Bewältigungsstrategien und die Umweltkreisläufe, die die Eskalation aufrechterhalten.
Interventionsphase
Diese Phase nutzt KVT-Techniken, um dem Kind zu helfen, angepasstere Reaktionen auf Wutauslöser zu entwickeln. Zu den zentralen Werkzeugen gehören Emotionserkennung, das Wutthermometer, Beruhigungsstrategien, Problemlösen und Einüben im Spielsowie das Coaching der Eltern zur Ko-Regulation. Zu den Methoden gehören Modelllernen, Rollenspiel, Bibliotherapie, Generalisierung und Rückfallprophylaxe; traditionelle kognitive Techniken werden über Zeichnen, Ausdruckskunst, therapeutisches Geschichtenerzählen und Puppen angepasst. Regelmäßige Elterngespräche begleiten weiterhin den Fortschritt und setzen an den Eltern-Kind-Interaktionen an.
Abschlussphase
In der Abschlussphase sind sowohl Kind als auch Familie aktiv beteiligt. Das Kind setzt sich mit den Gefühlen rund um das Therapieende auseinander, während die Fachperson die erreichten Veränderungen hervorhebt und das Repertoire an Regulationsstrategien festigt, die Fortschritte generalisiert und die Rückfallprophylaxe bearbeitet. Die letzten Sitzungen können von wöchentlich auf zweiwöchentlich oder monatlich gestreckt werden, was dem Kind hilft zu erkennen, dass es seine Wut auch ohne die Therapeutin bzw. den Therapeuten bewältigen kann. Nachsorgetermine werden nach 3, 6, 12 und 24 Monaten angesetzt, um die Wirksamkeit der Intervention zu überprüfen.
Lernen Sie, jede Phase in der Sitzung umzusetzen
Beherrschen Sie die klinische Fünf-Phasen-Abfolge mit dem Kind — die spielbasiert angepassten KVT-Techniken, das Wutthermometer, die Werkzeuge zur Emotionserkennung, die Abfolge innerhalb der Sitzung und die Beurteilungsbatterie — unter der wissenschaftlichen Leitung von Maria A. Geraci und Susan M. Knell.
Das vollständige Sitzungsprotokoll erhaltenDas strukturierte 16-Wochen-Behandlungsprotokoll
Bei kindlicher Wut und Emotionsdysregulation wird das CBPT-Protokoll typischerweise individuell auf die zugrunde liegende Fallkonzeption abgestimmt und über etwa 16 Wochen gestaltet.
Jede Sitzung folgt einer beständigen Struktur: Rückschau auf die vergangene Woche, Bekräftigung der Ziele, Vermittlung neuer Inhalte, Auswahl der Regulationsziele, Einüben der Rückfallprophylaxe und Vergabe von Hausaufgaben für die folgende Woche. Eine übliche Anordnung ist:
- Frühe Sitzungen — Psychoedukation über den Wutkreislauf; Aufbau von Emotionsvokabular und Sicherheit;
- Mittlere Sitzungen — Wutthermometer; Beruhigungs- und Selbstregulationsstrategien; Problemlösen;
- Elternsitzungen (integriert) — Coaching zur Ko-Regulation; beständige Reaktionsstrategien;
- Spätere Sitzungen — Generalisierung auf Schule und Zuhause; Rückfallprophylaxe;
- Abschlusssitzung — Festigung; Abschluss; Planung von Auffrischungs-Nachsorgeterminen.
Die Intervention wird verstärkt durch ein Playbook: eine Familienressource mit wöchentlichen spielbasierten Aktivitäten, einer Kopie des Behandlungsplans und der therapeutischen Agenda sowie Arbeitsblättern, um Häufigkeit und Intensität der Ausbrüche zu erfassen und Regulationsstrategien zwischen den Sitzungen zu üben. Das Playbook trägt die Therapiefähigkeiten in die Alltagswelt des Kindes.
Die Arbeit mit der Familie — Elterntraining
Während das Kind dem fünfphasigen CBPT-Protokoll folgt, durchlaufen die Eltern ein paralleles fünfphasiges Trainingsprogramm.

Ein kompetenzbasierter Weg holt die Eltern in den Spielraum, um adaptives Verhalten zu formen.
Das Elterntraining ist ein kompetenzbasiertes Interventionsmodell, das davon ausgeht, dass Familien in der Lage sind, das Problem zu bewältigen, dass jede Familie über Stärken verfügt und dass Eltern neue Fähigkeiten erlernen können. In die CBPT integriert, holt es die Eltern in den Spielraum, um in Anwesenheit der Fachperson Interventionen zu beobachten und schrittweise umzusetzen, die adaptives Verhalten formen, mit dem Ziel, Beziehungsstile und Haltungen zu verändern, die sich negativ auf das Verhalten der Kinder auswirken.
Die Eltern lernen, die Faktoren zu verstehen, die zur Dysregulation des Kindes beitragen, die Auslöser und Ereignisse, die eine Eskalation hervorrufen, sowie Strategien der Verhaltenssteuerung, die das Selbstwertgefühl stärken, statt das Kind zu beschämen — zusammen mit den Grundsätzen eines kollaborativen Problemlöseansatzes (Greene), der sowohl die Sicht der Eltern als auch die des Kindes achtet.
Über diesen Ansatz haben Eltern die Möglichkeit:
- neue Fähigkeiten zu erlernen.
- spezifische Techniken zu erwerben und einzuüben.
- individuelles, fortlaufendes Feedback der Fachperson zu erhalten, um ihre Bewusstheit zu erhöhen.
- die Emotionen, Anliegen und die im Spiel ausgedrückte Kommunikation ihrer Kinder genauer zu deuten.
Dieses Programm mit dem Namen ELTERNTRAINING CBPTfolgt einem integrierten und innovativen Ansatz. Auch wenn die Hauptarbeit mit dem Kind erfolgt, sind regelmäßige Treffen mit den Eltern während Beurteilung und Behandlung unerlässlich: Dieser Weg verläuft parallel zur Therapie des Kindes und betont die Rolle, die Eltern bei der Beeinflussung maladaptiven Verhaltens spielen. Die Ko-Regulation steht im Mittelpunkt — die Eltern lernen, ruhig und beständig zu reagieren, ungewollte Eskalationskreisläufe zu verringern und adaptives Verhalten des Kindes zu verstärken, damit die Behandlung auch außerhalb des Therapiesettings weiterwirkt.

Der Weg des Elterntrainings — fünf Phasen
Beurteilung
Das Problem wird analysiert, der Erziehungsstil angepasst und die Therapieziele werden festgelegt. Die Eltern erhalten Informationen über Ursachen und Folgen der Wut und Dysregulation des Kindes und lernen, klare, beständige Regeln aufzustellen, die Auslösesituationen verringern.
Lernen
Diese Phase vermittelt die neuen Fähigkeiten, die zur Unterstützung der Veränderung nötig sind. Die Eltern erlernen und üben spezifische Techniken in Rollenspielen, in denen die Fachperson das Kind darstellt. Zu den zentralen Zielen gehören:
- das Beherrschen der Voraussetzungen;
- das Modelllernen von Fähigkeiten;
- Rollenspiel;
- fehlerfreies Lernen;
- sukzessive Annäherung (Shaping);
- Feedback (verbale und soziale Verstärker, Token-System);
- wiederholtes Üben.
Üben
Die Eltern führen Spielsitzungen mit ihren eigenen Kindern durch, um das Gelernte anzuwenden, erkennen und verhindern Situationen, die eine Eskalation auslösen, und nutzen über verschiedene Kontexte hinweg beständige Problemlösestrategien. Nach ersten Übungen mit der Fachperson beginnen die Eltern, einzelne Spielsitzungen unter Supervision zu leiten.
Rückschau
Die Eltern besprechen ausführlich mit der Fachperson die häuslichen Spielsitzungen, um zu lernen, wie sie das Gelernte übertragen können. Stärken und mögliche Probleme werden durchgesehen; die Fachperson hilft, die erworbenen Interventionen und Erziehungsfähigkeiten zu generalisieren. Jede Woche wird Zeit darauf verwendet, die Techniken im Alltag anzuwenden, und es werden Hausaufgaben zum Einüben der Strategien vergeben.
Abschluss
Erreicht, wenn die Therapieziele erfüllt sind und die Eltern ein zufriedenstellendes Kompetenzniveau in den Spielaktivitäten und Erziehungsfähigkeiten erlangt haben. Die Therapie wird schrittweise ausgeschlichen, indem die Sitzungsfrequenz auf jede zweite Woche, dann auf monatlich und so weiter reduziert wird.
Ziele des Elterntrainings — spezifische Ziele
Dieses Programm hilft den Eltern, wirksam mit ihrem Kind zu interagieren, indem es funktionale verhaltensbezogene und kommunikative Gewohnheiten und Techniken entwickelt, die Bedingungen beseitigt, die Problemverhalten hervorrufen, und sie durch adaptives, sozial erwünschtes Verhalten ersetzt.
Verhalten verstehen
Das Verständnis für die Wut und Dysregulation des Kindes vertiefen.
Realistische Erwartungen
Realistischere Erwartungen setzen.
Wärme & Akzeptanz
Wärme, Vertrauen und Akzeptanz gegenüber dem Kind stärken.
Der Wert des Spiels
Die Bedeutung der Interaktion über das Spiel erkennen.
Wirksame Kommunikation
Wirksamer mit ihren Kindern kommunizieren.
Elterliche Zuversicht
Mehr Zuversicht entwickeln und die mit den Kindern erlebten Frustrationen verringern.
Geduld
Mehr Geduld entwickeln, um realistischere Erwartungen zu schaffen.
Selbstverständnis
Persönliche Reaktionen mit der Fachperson besprechen, um die eigenen Gefühle und Verhaltensweisen zu verstehen.
Problemlösen
Zu wirksamen Problemlösern bei Familienkonflikten werden und eine stärkere Veränderungsmotivation entwickeln.
Der Kurs umfasst den vollständigen Weg des Elterntrainings
Setzen Sie die integrierte Elterntraining-Schiene parallel zum Protokoll des Kindes um — die fünf Phasen der Elternschiene, das kompetenzbasierte Modell und die Playbook-Struktur, die die Veränderung über den Spielraum hinausträgt.
Ausbildung in CBPT Clinical Applications — das vollständige ProgrammWie Veränderung aussieht
Mit dem Aufbau von Bewusstheit und Regulationsfähigkeiten werden die Ausbrüche seltener, weniger intensiv und besser bewältigbar.

Durch strukturiertes Spiel lernt das Kind, Frühwarnzeichen zu erkennen, Beruhigungsstrategien anzuwenden, bevor die Erregung ihren Höhepunkt erreicht, und Problemlösefähigkeiten anstelle explosiver Reaktionen einzusetzen. Mit dem Wachsen der Fähigkeiten zur Emotionserkennung und -regulation — und mit durchgehend unterstützten Eltern — reicht der Fortschritt über den Therapieraum hinaus in Schule und Alltag, und Nachsorgetermine bestätigen, dass die Fortschritte Bestand haben.
Bilden Sie sich im vollständigen Beurteilungs- und Behandlungsprotokoll bei kindlicher Wut und Emotionsdysregulation aus.
Zur Ausbildung im CBPT-Protokoll — Programm Clinical ApplicationsWut & CBPT: klinische FAQ
Sollte Wut als eigenständiges Problem behandelt werden?
Nein. Die Beurteilung sollte das zugrunde liegende Bild klären — ob Wut innerhalb einer DMDD, einer ODD, einer Angststörung, einer ADHS oder einer traumabezogenen Störung auftritt —, da die Fallkonzeption die Behandlung leitet. Wut selbst ist keine DSM-5-TR-Diagnose; sie ist ein transdiagnostisches Merkmal, das vor der Planung einer Intervention in das Gesamtbild eingeordnet werden muss.
Was ist DMDD und wie hängt es mit Wut zusammen?
Die disruptive Affektregulationsstörung (DMDD) ist eine DSM-5-TR-Diagnose, die durch chronische Reizbarkeit und häufige schwere Wutausbrüche mit Beginn vor dem 10. Lebensjahr gekennzeichnet ist. Sie muss von der ODD, bei der Wut eher episodisch und an Trotz gebunden ist, und von der bipolaren Störung, bei der Reizbarkeit an affektive Episoden gekoppelt ist, abgegrenzt werden. Zur Unterscheidung dieser Erscheinungsbilder ist eine sorgfältige Beurteilung erforderlich.
Wie baut das Spiel Fähigkeiten zur Emotionsregulation auf?
Das Spiel externalisiert Wut — über Puppen, Zeichnen und das Wutthermometer — und gibt dem Kind einen sicheren Rahmen, um das Erkennen von Frühwarnzeichen und Beruhigungsstrategien einzuüben und Problemlösen zu üben, ohne die realen Folgen einer tatsächlichen Konfrontation. In der CBPT werden diese Techniken abgestuft und in das strukturierte Fünf-Phasen-Protokoll eingebettet, unter der wissenschaftlichen Leitung von Maria A. Geraci und Susan M. Knell.
Welche Rolle spielt die Bezugsperson in der Behandlung?
Ko-Regulation, beständige ruhige Reaktionen und verringerte Eskalationskreisläufe sind zentral für die Behandlung. Das Elterntraining ist ein integrierter Bestandteil des CBPT-Protokolls: Die Eltern lernen, Auslösesituationen zu erkennen, beständig zu reagieren, adaptives Verhalten des Kindes zu verstärken und maladaptives Verhalten zu löschen — damit die Regulationsarbeit auch außerhalb des Therapieraums weitergeht.
Wie lange dauert die Behandlung?
Die CBPT-Intervention wird über etwa 16 Wochen gestaltet, individuell auf die zugrunde liegende Fallkonzeption und das konkrete Erscheinungsbild abgestimmt. Die Sitzungen folgen einer beständigen Struktur: Zielüberprüfung, Einführung neuer Fähigkeiten, Übung und Vergabe von Hausaufgaben. Nachsorgetermine nach 3, 6, 12 und 24 Monaten bestätigen, dass die Fortschritte erhalten bleiben.
Zur Ausbildung im vollständigen Protokoll
Beherrschen Sie den vollständigen CBPT-Ansatz für Beurteilung und Behandlung kindlicher Wut und Emotionsdysregulation — fünf klinische Phasen, spielbasierte Regulationstechniken und den Weg des Elterntrainings.
Melden Sie sich für das Programm CBPT Clinical Applications anBibliografie
Der oben beschriebene klinische Rahmen, die Beurteilungsbatterie und das phasenweise Protokoll gründen in der CBPT-Literatur sowie in DSM-5-TR, unter der wissenschaftlichen Leitung von Maria A. Geraci und Susan M. Knell.
- American Psychiatric Association (2022). Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders, Fifth Edition, Text Revision (DSM-5-TR).
- Geraci M. A. (2022). La play therapy cognitivo-comportamentale. Armando Editore. Roma
- Geraci M. A. (2023). Comprendere il mondo dei bambini giocando. Armando Editore. Roma
- Geraci M. A. (2024). Il mondo della dottoressa Lulù. Collana Amazon - CBPT Books.
- Greene, R. W. (2014). The Explosive Child (collaborative problem-solving approach).
- Knell S. M. (1993). Cognitive Behavioral Play Therapy. J. Aronson.
Das Protokoll in der Sitzung
Kompetenzen für die Sitzung — unter der wissenschaftlichen Leitung von Susan M. Knell, Pionierin der CBPT.
